Im ersten Teil hatte ich ja schon etwas auf die Tücken beim Joggingeinstieg hingewiesen. Für mich war es wichtig eine gewisse Regelmässigkeit in das Hobby reinzubekommen. Das gelingt am einfachsten durch einen Trainingsplan. Wenn man alle 2 bis 3 Tage laufen geht wird dies nach einer recht kurzen Zeit zur Gewohnheit. Man muss dazu nicht mal etwas proffessionelles ausarbeiten. Dem einen hilft es wenn es im Kalender steht der andere merkt es sich im Kopf. Für den Anfang je nach Fitness und Ziel zwischen 1 bis 2 mal oder für Fortgeschrittene 2 bis 3 mal in der Woche. Insgesamt sollte man die Häufigkeit kaum erhöhen da der Körper doch einige Zeit braucht um sich zu regenerieren. Eines sollte man aber immer im Kopf haben, es bringt nichts wenn man sich einen schönen Plan macht und ihn nicht einhält.
Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen helfen Wettbewerbe. So gibt es zum Beispiel bei Nike+ Challenges um die meisten Gelaufenen Kilometer oder eine erreichte Strecke. Dabei muss man natürlich darauf achten sich nicht mit den Profis einzulassen, immer schön innerhalb der eigenen Leistungen bleiben. Zusätzliche kann man sich auch Ziele setzen, das ganze geht natürlich auf ohne Nike+. Einfach einen Zeitraum definieren und eine Anzahl von Läufen dazu, fertig. Ich würde hier bei empfehlen ruhig ein oder zwei Läufe mehr als im Schnitt zu fordern - dadurch wird es schwere etwas hinauszuschieben. Je nach Leistung sollte man sich einen kleine Selbst-Belohnung gönnen. Eine schlechte Belohnung wäre aber eine Woche trainingsfrei.
Wichtig ist jetzt noch eine angemessenen Streckenwahl. Gerade am Anfang neigt man zur Selbstüberschätzung, um eine daraus folgende Entäuschung zu vermeiden muss man seine Leistung realistisch einschätzen. Tipps und Erfahrungen dazu gibts im nächsten Teil hier auf dem laufblog.
Für alles was wir täglich machen brauchen wir Energie. Ob beim fernsehen, beim schlafen oder eben beim Sport. Um beim Sport gute Leistungen zu erzielen braucht man auch die entsprechende Energiemenge. Um die menschlichen Akkus aufzuladen essen wir. Nicht immer gesund, aber man muss essen.
Was ist also das schlechteste was man vor dem Sport machen kann? Richtig, nichts oder zu wenig zu essen. Diese Erfahrung musste ich heute machen. Aus Mangel an Essen hatte ich heute nur Frühstück und bin trotzdem gegen 5 zum joggen aufgebrochen. Das Wetter war gut, etwas zu warm aber trotzdem angenehm. Schon nach den ersten 2 Kilometern habe ich gemerkt das heute nicht mein Tag ist. Mir taten die Hüftgelenke etwas weh und meine Beine fühlten sich arg schwer an.
Da auf der Strecke zwei recht starke Anstiege sind, hatte ich schon früh zu kämpfen. Nach 4 Kilometern ging es einfach nicht mehr, mein Kopf sagte zwar weiter weiter aber die Beine wollten nicht mehr. Da wurde mir klar ich hatte zu wenig gegessen. Ich habe mich zwar noch motivieren können weiter zu laufen, doch nach dem nächsten Anstieg musste ich wieder einer Pause machen. Am Ende war ich froh das ich den Lauf überstanden hatte.
Aus gesundheitlicher Sicht war mein Verhalten falsch. Ich hätte wohl nach der ersten Pause gar nicht mehr anfangen sollen, aber manchmal ist mein Ehrgeiz zu groß. Was ist das Fazit? Vor jedem Lauf sollte man sicher stellen das der Körper genügend Energie zur Verfügung hat. Also am besten vor dem Lauf noch etwas Essen. Am besten eine Kleinigkeit und mindestens 1 Stunde vor dem Lauf. Es kann schon mal ein Müsliriegel sein, besser wäre natürlich ein gesundes Sandwich mit etwas frischem Gemüse.
Das ist wohl das größte Problem wenn es um das Thema joggen geht. Also wie macht man das, dass mit dem Laufen?
Es gibt viele verschiedene Gründe zu laufen. Einige laufen weil sie sich einfach fit halten wollen, andere weil sie abnehmen wollen, wieder andere weil sie sich im Sport verbessern wollen. Also warum tue ich mir das an?
Für mich ist es eine Mischung aus verschiedenen Aspekten. Zum einen versuche ich dadurch meine Fitness und meinen Aussehen zu verbessern. Zum anderen ist es für mich wichtig, einen Ausgleich zum Bürojob zu haben. Gerade an extrem langen und stressigen Tagen kann ich beim joggen all den Stress und die Aggressionen abschütteln, die sich über den Tag angestaut haben.
Einen weitere große Motivation ziehe ich aus meiner Gesundheit. Da ich Belastungsasthma habe, bin ich teilweise nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Ich nutze die sportliche Belastung beim Laufen dazu mein Asthma besser zu kontrollieren.
Somit ist klar, jeder braucht seine Motivation zum Laufen. Ohne Motivation sollte man die Schuhe erst gar nicht in die Hand nehmen. Man darf nicht unterschätzen das joggen eine starke körperliche und Psychische Leistung erfordert. Auch wenn wir jeden Tag mehrere Kilometer zu Fuß zurück legen, qualifiziert uns das nicht automatisch zum joggen. Vor jedem Lauf will der innere Schweinehund überwunden werden. Meine Erfahrung dazu ist eng mit meinen Motivationen verbunden. Hat man eine starken Antrieb lässt es sich leichter (los) laufen. Also findet eine große und langanhaltende Motivation, dann habt ihr die halbe Miete. Die zweite Hälfte bildet die Ausdauer. Man muss es schaffen seine Motivation lange hoch zu halten und sich von kleinen Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Meine Erfahrungen damit gibt es morgen…